Südalbanien - ACT Greece Day 1 & 2 / 2025
Regen Regen Regen... und eine Überraschung
Melligen Aargau, 15:00 Treffpunkt mit Morini und Marc. Es regnet, übel. Na ja, wird wohl nicht so schlimm sein. Und da kommt auch schon Marc um die Ecke gebogen. Freude herrscht, hat mal jemand gesagt. 5 Minuten später kommt auch schon Morini angerauscht. Irgendetwas stimmt nicht. Die Farbe des Motorrads ist falsch. Ach du Schreck ! Morini hat seine Moto Guzzi Stelvio 2013 in eine brandneue Moto Guzzi Stelvio ausgetauscht. So wie es aussieht, bin ich der einzige, der von diesem Projekt nichts wusste. Und da die Maschine brandneu ist, war ich noch überraschter, da Morini nicht der Typ für hochmoderne Elektronikmonster ist. Morini und Tempomat. Das ist wie Teufel und Weihwasser. Ein Ding der unmöglichkeit. Und doch ist es möglich. Die Frage nach dem warum bleibt bis heute unbeantwortet. Ich denke, da haben die Emotionen mitgespielt. Hatte er doch mal noch von einer Tenere gesprochen. Ich sage nur: Ende gut, alles gut. :-)
So, und nun geht es los. Ab durchs Reusstal und bei Luzern via Axenstrasse zum Gotthard. Marc nimmt bei Wassen die Ausfahrt und wir jagen den Gotthard hoch. Wenn ich 5 Autos gezählt habe, sind es schon viele. Kurz vor der Passhöhe nehmen wir die Tremola. 5 Grad auf dem Gotthard....... kuschelig warm. Über die Tremola gehts dann talwärts und via Autobahn nach Chiasso. Vor Chiasso nimmt uns das Navi von der Autobahn weg und wir fahren kreuz und quer durch Lugano. Wir fahren als wären wir schon in Albanien. Eigentlich keine gute Idee...... eigentlich. Aber "eigentlich" haben wir zu Hause gelassen.
Wir kommen im strömenden Regen in Chiasso an und freuen uns auf Pizza und Bier. Am Donnerstag wird dann Samba zu uns stossen wir nehmen die finale Anfahrt nach Ancona in Angriff.
Donnerstag 08:00 ich werde wach, ohne Wecker, welch Wunder. Aber egal. Nach einer Dusche gehts ab zum Frühstück. Pünktlich wie der TCS resp. Feuerwehr trudelt Samba im strömenden Regen ein. Er berichtet von Regen und 35 Grad im Gotthardtunnel. Jede Sauna ist ein Kindergeburtstag dagegen. Wir feiern Samba als Helden und nach Kaffee und Gipfeli brechen wir auf gen Süden. Es regnet, aber egal.
Erst mal auf die Autobahn und dann der obligate Chiasso Stau bis und mit hinter Milano. Es ist übel, ich mag diesen Milano Autobahn Horror überhaupt nicht. Die Italiener fahren als gäbe es kein Morgen. Ich glaube, das war schon vor 40 Jahren so. Was für eine Entwicklung. Also Augen zu und zwischen der Blechlawine durchschlängeln. Wir haben über 500km vor uns. Irgendwo im nirgendwo haben wir uns Panini Crudo reingezwitschert. Kombiniert mit einem echten italienischen Kaffee ist der Milano Stau vergessen und dieses unbezahlbare Feeling kommt auf. Ich bin angekommen und ich glaube, alle andern auch. Übrigens hat es aufgehört zu regnen.
Nach Rimini kommen wir in die Marken Region. Endlich etwas hügelig und es kommt schon fast Kurvenfeeling auf. Dann kommt etwas das immer kommt, eine italienische Zahlstelle. Ich denke mir, Morini wird wieder nicht durchkommen und es kommt was kommen muss. Mein Ticket funktioniert nicht....... Und was steht hinter mir ? Ein Lastwagen. Natürlich hat der ein Telepass Ticket hinter der Windschutzscheibe und könnte eigentlich ohne anzuhalten durchfahren. Doch da steht dieser blöde Motorradfahrer. Doch irgentwann wartet etwa 10 Minuten, bis die nette Dame einen Betrag in Euro auf dem Display anzeigt, den ich mit der Kreditkarte bezahle. Na super. Ich denke mal, der Lastwagen Chauffeur hinter mir hat sich nen heissen Kaffee in der Zwischenzeit gebrüht. Na ja, egal.
Nun treffen wir am Ticketschalter bei Adria Ferries ein. So, der Papiermarathon kann starten, jedoch ging es irgendwie doppelt so schnell voran. Rauf auf die Mopets und an das Terminal Mole 8. Nach gefühlten 4 Kontrollen fahren wir auf die Fähre. Stimmung kommt auf. Und während ich diese Zeilen schreibe, haben wir schon Pizza und Pasta intus und der erste Sambuca ist schon intus.
Am Freitag müssen wir so um die 12:00 in Durres Albanien eintreffen. Und ich weiss noch wie das vor 2 Jahren war. Es überkommt dich so ein Gefühl, dass das Abenteuer nun startet und unumkehrbar ist. Doch diese Freiheit werde ich in weiteren Blogs beschreiben.
Spicki
Super Bericht, es ist fast wie wenn man selbst dabei währe... einfach ohne Regen... ;-)
AntwortenLöschen23. Mai 2025, 15:23 :-)
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