Südalbanien - ACT Greece Day 6 / 2025

von überschwemmten Flüssen und speziellen Felsformationen


    

Einen Wecker brauchen wir heute nicht, denn die Sonne begrüsst und frühmorgens genau ins Gesicht. Was für ein wachwerden. Der Himmel ist stahlblau, aber es ist noch etwas kühl. Eine Stunde Zeitverschiebung macht uns zwar nicht zu schaffen, aber meine Uhren haben sich noch nicht daran gewohnt und...... aber egal. Denn irgenwie poltert es an unserer Türe. Das muss Samba, die diplomierte Aufsteh-Nervensäge sein. Immer die Zeit im Nacken, als gäbe es kein Morgen mehr.

 Wir machen uns auf zum Frühstück, griechisch natürlich.  Mit "Kalimera" (guten Morgen) werden wir von der Dame des Hauses begrüssst. Alles passt, und nach einem reichhaltigen Frühstück gehts raus an die frische Luft. Die Mopets bepackt und ab auf die Bikes.




Die ersten Kilometer sind traumhaft. Wie gesagt, die Route ist zwar vorgegeben, aber sie ist auf dem Navi mit Top Route angeschrieben. Und herrje, wie wahr das doch ist. Die Natur hier ist der Hammer.



Wir kommen in einem Tal hindurch, wo der Fluss Kraniotiko gewütet haben muss. Eingestürzte Stützmauern, riesige Strassenbelagsteile im Flussbeet und Schotter, wo eigentlich eine planierte Strasse sein müsste. Übel, will gar nicht wissen, was da vor sich ging.

Kurz vor dem wunderschönen Städtchen Metsovo machen wir Rast  mit Kaffee und irgendwas süssem. Es sieht aus, als hätte es 10'000 Kilokalorien, ist aber zum Glück nur etwas süsslich. Leider weiss ich nicht, wie das Zeug hiess, aber es lag zu Hauf in der Vitrine des Verkäufers drin. Metsovo ist übrigens ein extrem schönes Städtchen aus Stein gebaut. Ein Haus schöner als das andere. Hier hat es viele Touristen und vermutlich tanzt im Sommer hier der Bär. Wir wollen aber keine tanzenden Bären, wir wollen tanzende Motorräder.

Ab und an kommen wir an alten Brücken vorbei, die irgenwie komisch rumpeln und scheppern und irgendwie auch rostig sind und irgendwie aussehen, als wären sie restaurierungsbedürftig. Wir klemmen die Kamera ans Brückengeländer und Brettern mit den Bikes drüber. Die Brücke hat anfangs und am ende jeweils eine Rampe. Marc übt schon mal mit viel Schwung an seiner Airtime. Er übertreibts mal wieder. Fliegen sollte man den Vögeln überlassen. Aber alles gut und wir reiten weiter.

Wir kommen in Kastraki der Gemeinde Meteora an. Dort sind die bekannten Meteora Klöster, die Unesco Weltkulturerbe sind. Der Name leitet sich vom griechischen Name meteoros ab, was "hoch schwebend" bedeutet. Und ja, es ist enorm imposant, wie man diese Klöster auf diese Felsnadeln gebaut hat. Zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert wurden die Klosteranlagen gebaut. Das Agia Triada Kloster wurde 1981 bekannt im James Bond Film (mit Roger Moore) "for your eyes only".




Wir finden einen Campingplatz mit Swimmingpool, der gefühlte Null Grad hat. Aber egal, rein da. Es ist kaaaaaaalt. Nach einer guten Stunde am Pool bei sehr angenehmen Temperaturen gönnen wir uns eine Dusche, bevor es in eine Taverne geht, wo wir uns griechisches Essen gönnen. Schon schön, dieses Griechenland.


Morgen übernachten wir bei einem Weltkulturerbe. Aber dazu später mehr.

Spicki

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